Arbeitsweise

Abbildung Fünf Kompetenzen„Fünf Kompetenzen“ - angeborene Fähigkeiten

Ein wichtiger Teil des Empathie-Trainings ist es, die eigene Aufmerksamkeit nach innen zu lenken. In verschiedenen angeleiteten Übungen und Geschwindigkeiten lenken wir dabei altersangepasst den Blick auf die „Fünf Kompetenzen“: (1) die Atmung, (2) das Bewusstsein, (3) den Körper, (4) die Kreativität und (5) auf das Herz bzw. die Herz-Gefühle.
Wir üben jede der Fähigkeiten erst getrennt voneinander und führen sie nach und nach zusammen. Das bedeutet, dass wir z.B. Abläufe aus dem Yoga verwenden oder wir bedienen uns beim Tanz. Auch nutzen wir bewusst die Sinne (z.B. mit den Händen spüren, mit der Zunge schmecken usw.) und üben unser Bewusst-Sein. Ein weiterer Teil ist Meditation, also das aufmerksame Inne-halten.
Mit diesen genannten Übungen lenken wir die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden in ihr eigenes Inneres, um ein Gespür für sich zu entwickeln oder es zu verfeinern. Damit ist es möglich, in sich einen guten Halt zu haben, um in anstrengenden Situationen nicht „weggespült“ zu werden von fremden oder eigenen Erwartungen oder Eindrücken.

Beziehungskompetenz - persönliche und soziale Verantwortung

Der andere entscheidende Teil des Trainings dreht sich um die „Beziehungskompetenz“. Das ist die Fähigkeit, in der Beziehung zu (einem) anderen Menschen volle Verantwortung für sich (die eigenen Gefühle, Gedanken und das eigene Handeln) zu übernehmen - und gleichzeitig die andere Person für sich verantwortlich sein zu lassen.
Wir üben dies in Zweier-Übungen oder auch zu dritt oder viert in Kleingruppen. Die Übungen, die wir anleiten, reichen von offenen oder strukturierten Gesprächen hin zu gemeinsamen Körperübungen. Ziel ist es, die darin gemachten Erfahrungen zu reflektieren: „Wie reagiere ich auf körperlichen Druck?“ oder „Was fällt mir leicht oder schwer in einer bestimmten Situation?“ oder einfach „Wie hat es sich angefühlt?“.
Der Teil der Beziehungskompetenz braucht eine gute Verankerung im Körper, also ein gutes Gespür nach innen. Denn um sich selbst klar zu spüren, sich seiner selbst bewusst zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung, um zu spüren, was sich im Kontakt angenehm oder unangenehm anfühlt. Ebenso brauche ich ein klares Gefühl meiner selbst, um ein deutliches Gespür von der Person mir gegenüber haben zu können - um sie mit ihren Themen zu sehen.

Ablauf

Grundlegend für alle Übungen ist (natürlich) die Freiwilligkeit.
Die Abläufe, die wir anleiten, sind im besten Sinne Einladungen oder Vorschläge, die wir aufgrund eigener Erfahrungen ausgewählt haben. Darin geben wir nicht vor, welche Ziele die Teilnehmer*innen erreichen sollen sondern reflektieren gemeinsam die unendlich breite Spanne an möglichen Erfahrungen.
In all den unterschiedlichen Übungen bewegen wir uns zwischen schnell und langsam, Einkehr nach innen und Kontakt nach außen, Bewegung und Stille, alleine und zu zweit oder dritt oder zu mehreren und zwischen körperlich spüren und reflektierend besprechen.
Sämtliche Übungen, die wir verwenden, haben in verschiedenen Traditionen oder Schulen ihre Wurzeln und wir verwenden sie konfessions-frei.